Kreisvorstand in Klausur

Veröffentlicht am 01.02.2018 in Presse

Landratswahl für SPD bereits ein Thema - Eigener Spitzenkandidat

Dass die jährliche Klausur des SPD-Kreisvorstands zum zweiten Mal im Musikzimmer der Krummennaaber Schule stattfand, ist wohl eher dem Zufall als der Hoffnung auf eine harmonische Zusammenkunft geschuldet. So prägten durchaus konträre Diskussionen, vor allem zum Thema Große Koalition, das Treffen unter der Leitung des Kreisvorsitzenden Rainer Fischer

Auch im Kreis uneins

Dabei zeichnete sich ein typisches Bild der Gefühlslage der deutschen Sozialdemokraten, das von klarer Befürwortung bis hin zu strikter Ablehnung der Neuauflage der Großen Koalition reicht. „Ich sehe darin das kleinere Übel“, sagte zum Beispiel Rainer Fischer, und auch Alfred Schuster sah keine Alternative für eine Neuauflage von Schwarz-Rot. Dagegen lehnten Monika Gerl, Gottfried Beer und Udo Fürst die Groko strikt ab. Kritisch sah Fischer die Entwicklung bei den Grünen, die sich durch ihr Verhalten bei den gescheiterten Jamaika-Sondierungen („Die haben sogar der Vereinbarung zugestimmt, ein Jahr lang keinen Flüchtling mehr aufzunehmen“) und der Wahl zweier Realpolitiker als Doppelspitze weit von der SPD entfernt hätten.

Weitere Tagesordnungspunkte waren die bevorstehenden Wahlen zum Land- und Bezirkstag sowie ein Ausblick auf die Kommunalwahlen 2020. Vor allem bei der Kreistagswahl steht der Partei laut Rainer Fischer wegen der Verkleinerung des Gremiums und des Rückzugs einiger älterer Genossen und Genossinnen vor einer Zä- sur. Man könne nicht davon ausgehen, auch 2020 wieder mit elf Sozialdemokraten in den Kreistag einzuziehen. Der Kreisvorsitzende kündigte schon jetzt einen eigenen Kandidaten beziehungsweise eine Kandidatin für die Wahl zum Landrat an.

Keine Materialschlacht

Bezirkstagskandidatin Brigitte Scharf erläuterte die Aufgaben und Bedeutung des Bezirks und seines politischen Gremiums. „Wir müssen den Menschen deutlich sagen, warum der Bezirkstag so wichtig ist, zum Beispiel bei Gesundheitsfragen.“ Sie werde sicherlich auf eine Materialschlacht im Wahlkampf verzichten und dafür lieber umfassend aufklären, so die Erbendorferin. Dabei setzt sie auf die Unterstützung des SPD-Kreisverbandes. Juso-Vertreter Florian Dick sagte der Kandidatin die Hilfe der Nachwuchsorganisation schon mal zu.

Mitgliederzahl sinkt

Im Kreisverband habe man zwar die Zahl der Parteiaustritte durch Neuaufnahmen mehr als kompensieren können, aber durch die vielen Todesfälle sei die Mitgliederzahl von 864 auf 836 gesunken, teilte Fischer mit. Besprochen wurden auch die Termine 2018, darunter einen Vortrag über Rechtsextremismus, ein Seminar „Stadtrat/Gemeinderat – wäre das was für mich?“, mit dem junge Menschen für ein Engagement in der Kommunalpolitik angesprochen werden sollen, und der Herbstausflug, der voraussichtlich auf die Burg Waldeck führen wird.

Der Ortsverein Fuchsmühl lädt zudem zu einer Versammlung mit dem Europaabgeordneten Ismael Ertug am Freitag, 20. April, um 19.30 Uhr in den Gasthof „Weißenstein“ ein.

 

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